Montag, 1. Oktober 2012

Rumgespinne

Was entsteht, wenn ich nachts nicht schlafen kann.

Es klingelt an der Tür, ich bin gerade fertig, mich anzuziehen und zu Schminken. Ich renne runter, stolpere fast über meine eigenen Füße und mache die Tür auf. Und da stehst du. Eine der vertrautesten Personen die ich habe, auch wenn ich dich erst 2 1/2 Jahre kenne. Du lächelst wie immer, wenn du mich begrüsst. Du bist viel zu früh dran. Hinter mir höre ich meinem Papa. In der Hand das neue Bett meiner Eltern. Neben ihm steht mein Schwager, der aus komischen Zufall den gleichen Vornamen hat wie du. Sofort drängelst du dich an mir vorbei und sagst: "kann ich helfen? Ich fasse mit an." So also trägst du mit dem beiden das Bett mit nach oben. Ich muss immer Grinsen, wenn ich sehe, wie gut du dich mit meiner Familie verstehst. Schon nach 5 Minuten bist du fertig und sagst zu mir: " ich war noch nie in deinem Zimmer." Ich gehe also voraus, du folgst mir. Ich mache die Tür zu meinem gemütlichen Zimmer auf und setze mich auf mein Bett. Du siehst dich ein bisschen um und musst lachen, als du das Foto von unserem letzten Auftritt siehst. Wie ich es vermisst habe mit dir zu lachen. Plötzlich entdecke ich, dass mein tshirt, auf dem wir beide nd die anderen aus unserer Theatergruppe gedruckt sind, total auffällig auf meine, Bett liegt. Du stellst dich vor mich, hebst es auf und lächelst mich an. "Ich habe es immer zum schlafen an. Ich will nicht, dass es in meinem Schrank einstaubt." Du legst das tshirt wieder hin und siehst mir in die Augen. Ich habe es immer gehasst, wie du mich anstarrst. Ich wusste nie, wie ich darauf reagieren sollte. Doch diesmal ist es anders. Die ziehst die Augenbrauen hoch, es sieht aus, als wärst du traurig. Meine Augen füllen sich mit Tränen; ich denke daran, wie ich weinen musste, als du mir das Herz gebrochen hast. Plötzlich legst die deine Knie auf mein Bett, stützt dich mit einer Hand ab, in der anderen Hand, hältst du mein Gesicht und fängst an mich zu küssen. Das alles passiert so schnell, dass ich garkeine zeit hatte, zu reagieren. Ich erwidere deinen Kuss. So lange sitzen wir da, ich habe dich jetzt schn richtig auf mein Bett gezogen. Plötzlich hörst du auf und fängst an zu reden. "Jessi, ich wollte das machen, bevor wir uns entgültig auseinander leben. Ich weiß, dass ich dir wehgetan habe und du mich nicht mehr magst, nachdem..." - " nachdem du mir Hoffnungen gemacht hast und mich dann fallen gelassen hast." "Es tut mir so leid, das war der größte Fehler meines Lebens." - "weißt du eigendlich, wie lange ich auf diesem Moment gewartet habe? 2 Jahre."

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